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Geschichtsträchtig präsentiert sich Valldemossa

Frederic Chopin, der bekannte polnische Komponist, lebte von 1838 bis 1839 zusammen mit der französischen Schriftstellerin George Sand auf der balearischen Ferieninsel Mallorca. Genauer gesagt im kleinen Bergdorf Valldemossa. Im Buch „Ein Winter auf Mallorca“, schreibt sie später, dass es wohl keine Landschaft gibt, die malerischer gewesen sei als Valldemossa. Und auch heute noch staunen die Urlauber über das fantastische Panorama, das sich ihnen bietet, wenn sie das erste Mal Valldemossa besuchen. Auch wenn er nur zwei Monate mit seiner Geliebten in Valldemossa verbrachte, da er an Tuberkulose erkrankt war und sich sein Zustand ständig verschlechterte, so hat bereits diese kurze Zeit, in der er dort lebte, den Ort nachhaltig geprägt. Noch heute kommen viele Besucher jedes Jahr nach Valldemossa, um die Räumlichkeiten zu besichtigen, in der der Kunstschaffende und die Künstlerin zuletzt gelebt haben.
Der Künstler hoffte, dass ihm die Seeluft und die Höhenluft dabei helfen könnten, seine Tuberkulose zu überwinden. Allerdings hatten sie den Winter auf Mallorca unterschätzt, denn der November und Dezember waren kalt und nass und der Gesundheitszustand wurde zusehens schlechter. Trotzdem waren beide glücklich und er schrieb in sein Tagebuch, er würde in der „romantischsten Behausung der Welt“ leben.

Um dem stetig wachsenden Ansturm der Touristen Herr zu werden, entschlossen sich die Bürger von Valldemossa das Gebäude, ein ehemaliges Kartäuserkloster, umzubauen und ein kleines Museum daraus zu machen. Heute erfährt man hier etwas über die Geschichte des Komponisten und seiner Geliebten. Doch die Galerie ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die man in Valldemossa besichtigen kann. Es gibt auch noch die alte Pfarrkirche, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Im Inneren der Kirche findet man neben verschiedenen wunderschönen Buntglasfenstern auch zahlreiche Urkunden und Reliquien aus der Vergangenheit.
Glaubt man den geschichtlichen Erzählungen, dann hat Valldemossa seinen Namen von einem arabischen Wali erhalten, der sich Musa nannte und viel Land besessen haben. Ob diese Erzählung wirklich der Wahrheit entspricht, weiß man aber nicht. Sicher ist jedoch, dass König Jaume der Zweite hier in späteren Jahren einen Palast errichtete, der nach seinem Tod an seinen Sohn Sancho den Ersten überging. Noch heute kann man die Überreste des Palastes besichtigen und bekommt einen ungefähren Eindruck davon, wie groß er gewesen sein muss. Von Valldemossa aus kann man übrigens auch wunderbar wandern oder mit dem Fahrrad aufbrechen. Es gibt zahlreiche Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, es ist also für jeden etwas dabei.

Natursteinverkleidete Ferienhäuser und Fincas spiegeln die Zeit wider

Liebespaare und alle, die hoffnungslos romantisch sind, werden sich hier in einem Ferienhaus wohlfühlen. Die Stadt liegt über 400 m hoch.
Die Häuser ringsum sind verkleidet mit Natursteinen die ein warmes Licht durch die Gässchen streifen läßt. Man fühlt sich gut wenn man zwischen den Gassen schlendert und kann den Urlaub richtig genießen. Die Ferienhäuser und Fincas die angeboten werden liegen zumeist im Umland.

Auch ein Besuch des kleinen Hafens in Valldemossa sollte auf der Liste stehen. Der große Yachthafen von Palma, in dem riesige Kreuzfahrtschiffe anlegen und im Gegensatz dazu der idyllische Fischerhafen als Kontrast. In kleinen Serpentinen schlängelt sich die Straße zur Hafenanlage durch die Berge, schon die Hinfahrt ist ein Erlebnis.